" I listen to your dreams..." / Basel / 2016

Malerei, Zeichnung, Video, Poster, Text

 

 

---------------------------------------------------------------------------------------------------

no one knows A 3.03

1.12.2015 / 14:00 - 17:30 / Basel 

Malerei, Projektion, Sound,  (Skizze)

 

 

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Durchschläge"/ Duisburg / 2014 

Malerei, Zeichnung, Sound, Text

 


Die  Abbildungen dokumentieren eine Ausstellungssituation in einem alten Bürokomplex.

Eine Büroetage, von der eine Menge Türen abgehen.

 

Wozu diente dieser Raum? / Was war seine Funktion?

Ich begreife diesen Raum als Sinnbild für Möglichkeiten; ich sage ich gehe durch die und die Tür und betrete einen Raum, ich erkunde diesen Raum, danach betrete ich vielleicht einen anderen oder gehe gar nicht mehr hinaus, ich bleibe wo ich bin.

Aber ich stehe hier in einem Raum mit Türen, der Raum verlangt nach einer Entscheidung, ich habe mich dazu entschieden, auf diesen Ort zu reagieren, ich nehme ihn ernst.

Ich tue dies auf eine Weise, die mir angemessen ist, ich möchte den Raum nicht verwandeln, nichts hineinbauen und ihn nicht verändern.

 

Zu den Arbeiten:

“Strich” / “Tacker”

Mit zwei Arbeiten weise ich auf etwas im Raum hin. Einmal ist es ein Stück aufgesprungene Tapete, deren Riss ich mit einer Zeichnung erweitert habe.

Eine für mich untypischerweise in einem Holzrahmen präsentierte Zeichnung hänge ich an einen Holzpfeiler, der zwei Löcher hat, die mit der Zeichnung in Bezug gebracht werden.

 

“Anschläge”

Der Sound-Installation mit dem Kassettenrecorder ist eine Serie mit Schreibmaschine getippter Blätter vorausgegangen.

Inhaltlich sind es kritische Reaktionen und Stellungnahmen auf gesellschaftliche und philosophische Probleme und Fragestellungen. Für mich hatten diese Arbeiten eine reinigende Funktion. Es ging mir nicht um eine grafische Lesbarkeit. 

Um die Serie abzuschließen und um mich verstärkt der Malerei zuwenden zu können, habe ich die Tippgeräusche der Schreibmaschine auf Kassette aufgenommen. Ein innerer Monolog, der vom Akt des Schreibens mit der Maschine handelt, 20 min. andauert. Die Länge einer Kassettenseite.

Fast unmöglich, sich auf den Text zu konzentrieren, wenn der Recorder läuft; die aufgenommenen Tippgeräusche sind brachial und erinnern an Gewehrsalven. Die Arbeit hat  eine Bedeutung hinsichtlich der Malerei und Zeichnung, da der innere Monolog den Malprozess bei mir stört.

Es hat sich mir geradezu aufgedrängt, diese Arbeit hier zu zeigen. Dieser Ort ist alt und ich stelle mir vor, wie Menschen in den Räumen hinter den Türen gesessen haben und möglicherweise drangen hier Tippgeräusche von Schreibmaschinen durch den Raum.

 

Zeichnung:

Ich präsentiere die Zeichnungen auf Plexiglasscheiben, ihre Vorderseite ist schutzlos. Das wird den Arbeiten gerecht. Es findet keine Aufwertung statt.

Bei den Zeichnungen ist keine Verbesserung oder Zurücknahme möglich; keine Überarbeitung und kein zweiter  Versuch.

 

Alle Arbeiten die ich hier zeige sind entstanden, weil ich durch Türen gegangen bin; ich habe in Räume geblickt und mich in manchen eine Zeit lang aufgehalten.

 

Was hat dieser Raum mit mir zu tun; ich gehe durch eine Türe und stehe in einem Raum voller Türen, das ist die Gemeinsamkeit, ich zeige Arbeiten, die das für mich sind, Türen und Möglichkeiten.*

 

 

 

------------------------------------------------------------------------------------------------